Warum wir nicht jeden Tag bloggen!

By | 9. Januar 2015

Vor 4 Tagen erschien der letzte Artikel zu unserem Wünschen für 2015 hier auf LebeLieberBunt. VIER Tage… Was haben wir in der Zeit nur gemacht??? Warum bitte haben wir 4 volle T-A-G-E nicht gebloggt? Können wir uns das überhaupt leisten? JA, wir können! 😀

Aktuell lese ich auf einigen Mama- und Familienblogs, das sie im neuen Jahr etwas kürzer treten wollen, das es besonders im Dezember viel war und sie damit schon einiges an Druck und Stress hatten. Stimmt, der Dezember ist meist ein Monat, in dem viel los ist, offline sowieso und online kommt die Zeit, in der man einige schon im Herbst und beginnenden Winter abgeschlossene Kooperationen zu publizieren, man möchte dies und das zeigen, schließlich hat man so viel erlebt und zum ersten Mal gemacht, das es alle wissen müssen und man vor Freude gar nicht anders kann als es in die Bloggerwelt hinaus zu schrei(b)en! 😀

Auch bei uns wird mehrmals wöchentlich gebloggt, manchmal auch an mehreren Tagen hintereinander, eben dann, wenn es etwas zu sagen gibt. Wochen, in denen wir ganz besondere Dinge erlebt haben, Dinge die festgehalten werden sollen und Dinge, die wir gerne mit euch teilen möchten. Geschichten, die wir unbedingt erzählen müssen, spannendes, neues in unserem Leben, tolle Ereignisse oder auch mal etwas Frust. Manchmal müssen wir auch ein bisschen was nachholen, das ihr noch gar nicht wusstet, wir aber eher nicht mit euch teilen konnten. Täglich zu bloggen ist hier aber kein muss.

Beginner's Challenge (7)Ein Blick zurück.

Ich verrate euch etwas: Auf meiner ersten eigenen Domain, meinem Sammelsurium, schrieb ich täglich, inklusive Kooperationen konnten das auch schnell mal 2 Artikel täglich sein. Anfangs machte es Spaß den Blog zu füttern, irgendwann aber wurde es ein bisschen stressig, jeden Tag ein Thema parat haben zu müssen und dieses in einem Artikel umzuwandeln, zu schauen wie die Zahlen sind, zu hoffen, nächstes mal DAS Thema zu finden und die Statistik zum Explodieren zu bringen, Leser anzulocken, Unterhaltungen anzuregen…

Als LebeLieberBunt entstand war das ganz anders. Da ich der Meinung war, das unser Familienleben nicht auf das Sammelsurium passte und zu wertvoll ist, um nur so nebenbei zu laufen musste eine neue Domain her. Sie sollte zu uns als Familie passen und möglichst keine Keyworddomain sein, mit der man in irgendeine Ecke gedrängt werden könnte. Da ich kreatives mag und unser Leben niemals gleich ist, erschien mit LebeLieberBunt perfekt und so entstanden diese virtuellen 4 Wände. 🙂 Im letzten Jahr lief es etwas schleppend, da ich damit beschäftigt war unsere Hochzeit zu planen und wir zudem alle paar Monate einen anderen besorgniserregenden gesundheitlichen Zwischenfall in der Familie hatten, seit Ende September sind wir aber wieder voll da und bespaßen euch in regelmäßiger Tour. 😉

Was ich möchte und was nicht:

Hier geht es um unser Leben als kleine Familie mit zickigem Kater, über die Entwicklung des Mini, unsere Entwicklung als Eltern, unsere Sorgen und unsere glücklichsten Momente, die Kindergartenzeit, unsere Ausflüge und Gedanken zu allerlei Eltern und Kinderthemen. Ich möchte hier entspannen und mich darauf freuen euch von uns zu erzählen, das Schreiben soll mein Ruhepol sein und ich möchte jeden Artikel mit einem Lächeln beenden, zumindest so oft wie möglich. Unsere Erfahrungen und Erlebnisse sollen euch Hilfe und Anregung sein und ihr sollt gerne unser Gast sein.

wsihWas ich nicht möchte, ist, unter Druck zu stehen, täglich neue Artikel liefern zu müssen um meine Leser nicht zu verlieren, immer die neusten Trends zu besprechen um ganz vorne mit dabei zu sein und immer in aller Munde. Nein, das Bloggen soll kein Stressfaktor werden und mein Leben bestimmen. Ich möchte die Zeit mit meiner Familie voll auskosten, nur so kommen Themen auf von denen ich euch aus vollen Herzen berichten möchte und nur so können Situationen entstehen, die mich nachdenklich, freudig oder mitteilugsbedürftig machen. Es soll weiterhin ein schöner Teil meines Leben sein und bleiben, mir Raum zur Entfaltung bieten und ich möchte mich jedes Mal aufs neue darauf freuen in die Tasten zu hauen.

Ich und Ihr, Wir:

In den meisten Fällen werden wir die gleichen Ziele haben. Wir wollen unsere schönen und weniger schönen Momente mit anderen Familien teilen, haben Interesse an anderen Sichtweisen, geben Tipps und erbeten uns Hilfe und wollen einfach eine schöne Zeit haben. Ja, viele Leser sind toll, viel Interaktion auf dem Blog auch, aber zu welchem Preis? Wir werden nicht gelesen, weil wir täglich schreiben, sondern, weil sich unsere Leser mit uns identifizieren können, weil sie mögen wie wir schreiben, weil wir sie unterhalten und weil wir einfach echt sind, so wie wir sind und auch mal schlechte Tage haben, auch mal verzweifelt sind und auch bei uns auf Regen wieder Sonnenschein folgt. DESWEGEN lesen andere Menschen unsere Blogs, nicht weil es täglich einen Artikel gibt! Und deswegen sollten wir uns keinen Stress machen, sondern weiterhin unsere kleine und große Familie genießen und für einander da sein.

Somit: Wer kürzer tritt hat mehr Zeit für andere, tolle Dinge, die wir dann zur gegeben Zeit auf dem Blog nachlesen können. Ich freue mich drauf! 🙂

12 thoughts on “Warum wir nicht jeden Tag bloggen!

  1. Salvia von Liebstöckelschuh

    Da haste Recht! Wie oft liest man irgendein Geblubber auf Blogs, bei dem es den Anschein hat: Hauptsache heute auch wieder einen Beitrag abgesetzt. Dann lieber mal zwischendurch keinen Blogpost und die Zeit dafür nutzen, wirklich berichtenswertes zu erleben, gestalten oder was auch immer, um dann eben echten Inhalt zu veröffentlichen und nicht nur irgendwelche Ersatzinhalte ^^
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh, die auch nicht jeden Tag bloggt

    1. chasty Post author

      Es liest sich einfach viel schöner, wenn man merkt, das der Blogger hier wirklich aus vollen Herzen schreibt, und sei es das das Kind das erste mal ins Töpfchen gemacht hat… 😉

  2. Anna (Familie Motte)

    Das hast Du ganz toll gesagt – und damit genau beschrieben, was ich auch über das Bloggen denke. Ich sehe so viele Blogger um mich herum, die mehr wollen: mehr Leser, mehr Klicks, mehr Erfolg. Natürlich ist das schön: wer hat nicht gern Erfolg? Aber nicht um jeden Preis. Den ich lebe ja auch noch im realen Leben. Und ein Abend mit meinem Mann auf dem Sofa oder ein Nachmittag mit meiner Tochter auf dem Spielplatz ist mir wichtiger als jeder Blogbeitrag. Den kann ich ja auch noch ein paar Tage später schreiben. Die Zeit mit meinem Kind bringt mir keiner zurück!!!

    1. chasty Post author

      Erfolg ist schön, die verlorene Zeit mit den Liebsten bringt aber keiner zurück. Schöne Einstellung! 🙂

  3. nathalie

    Schön geschrieben! Ich blogge bei weitem nicht jeden Tag. Manchmal einmal die Woche, manchmal zwei- oder dreimal. Wenn mir was einfällt ,dann kommt ein Text und manchmal brennt es mir richtig unter den Nägeln, ihn zu schreiben. Aber wenn es nichts zu sagen gibt, dann gibt es auch keinen Text. Und wenn ich nicht dazu komme, erst recht nicht. Kinder gehen vor! Wenn die abends einfach nicht einschlafen wollen, dann komme ich auch nicht zum Schreiben. Aber das ist dann halt einfach so. Glücklicherweise habe ich ja keine Verpflichtung!

    1. chasty Post author

      Schön, das ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin. 🙂

  4. JesSi Ca

    SUper geschrieben und ja. genau das ist mein Plan für 2015.
    Ich möchte schon irgendwie erfolgreich bloggen, aber ich kann, darf und will mein Herz dabei nicht verlieren.
    Dann dauert es eben länger und ich freue mich lange an der Anzahl der Leser – der echten realen Leser. Was nützen mir 5555 Leser wenn keiner Kommunikation statt findet, wenn der Blog ein reines Tagebuch in der Online-Welt darstellt.
    Auch ich werde versuchen den selbstauferlegten Druck wieder raus zu nehmen.

    Liebste Grüße
    JesSi Ca

    1. chasty Post author

      Du kannst bestimmt auch erfolgreich sein, wenn du etwas kürzer trittst. Manche Leute schreiben täglich über Dinge die keinen interessieren und keiner liest es. Und andere bloggen 2x die Woche und ihre Leser freuen sich über jeden Post. 🙂

  5. Carsten

    Die richtige Einstellung! Meine Bloggergeschichte ist jetzt erst ein Jahr lang und hat mich sicherlich in dieser Zeit schon einen Halbtagsjob an Zeit gekostet. Gerade wenn man nicht der Blog-Spezi ist und sich wochenlang mit der Materie auseinandersetzen muss. Da verdaddel ich viel Zeit, in der ich eigentlich eine kurze Geschichte geschrieben hätte. Für den kleinen Beitrag ist man (oder die Familie) dann oftmals zu gestresst oder hat gar keine Zeit mehr und letztlich will ich auch Spaß am schreiben haben.
    Das Thema Väterzeit (>2 Monate) steht zwar ständig in der Presse, ist aber in der Realität noch nicht angekommen, wohl auch daher dümpeln meine gefilterten (ohne Spam, Buttons for Website etc.) Besuchszahlen so vor sich hin. Entsprechend fahre ich mein Engagement auch zurück und behalte meine wirklichen Aufgaben im Auge.
    Zum ersten Geburtstag meines Projektes habe ich es jetzt auch geteilt. Zum einen in „Vater sein Senf“ und zum anderen in den Vätertreffpunkt. Ersteres ist „nur“ mein Tage- bzw. Wochenbuch über letzteres habe ich aber sogar schon Freundschaften im echten Leben geschlossen. Dafür war das Projekt echt super, vielleicht hätte es aber auch ein Sportverein getan;-)

    1. chasty Post author

      Ich glaube die wenigsten von uns habe ein großes SEO-Wissen und haben irgendwann mal aus liebe zum schreiben angefangen. Genau so soll es auch sein. Natürlich schadet es nicht, sich ein wenig zu informieren, überhand sollte es aber nicht nehemen und der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen. 🙂

  6. Testerlounge

    Jeden Tag bloggen ist in den meisten Fällen doch sowieso nicht zuträglich. Qualität geht über Quantität – ein Blog voller Inhalte nutzt nichts, wenn sie niemand liest – also lieber weniger oft schreiben, dafür aber mit Lust zu schreiben, mit Begeisterung fürs Bloggen und allem voran mit einer guten Idee für den Beitrag.
    Bei mir ist es häufig mal stressig, mit zwei Blogs, Studium usw. kann ich es mir gar nicht leisten täglich zu bloggen – ich blogge lieber weniger oft, dafür gebe ich mir dann aber mit Fotos und Inhalten besonders viel Mühe. Das bevorzuge ich so auch bei anderen Blogs – ich habe keine Zeit tägliches „blah blah“ zu lesen, lieber sind mir gute Beiträge mit echten Inhalten.

    LG, Alissa

  7. Pingback: Meine ♥-Links der vergangenen Woche (2) - Familie Mottes Mama- und Familienblog

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