Meine schönsten Kindheitserinnerungen

By | 20. Januar 2016

Die Blogparade „Schöne Kindheitserinnerungen“, die Sarah von Mamaskind gerade gestartet hat, kommt mir absolut gelegen. Bei all dem, was wir in den letzten beiden Jahre durchmachen mussten, ist so ein bisschen schöne Erinnerung wohl Balsam für die Seele. Ehrlich gesagt sind die Erinnerungen an die Kindheit nicht immer die besten, aber es hat mir an nichts gefehlt. Manche Perioden sind aber eben gravierend festgefressen und kommen an, sobald man zurück denkt. Aber auch schöne Momente gibt es natürlich.

Beispielsweise hat mein Vater früher (und bis heute) immer viel gearbeitet und war dementsprechend wenig zuhause. Als wir hier eine schlechte Arbeitsperiode hatten und sein damaliger Arbeitgeber schließen musste, ging er sogar für einige Monate nach Thüringen arbeiten, was ein ganz schönes Stück von uns weg war und dementsprechend noch mehr Zeit raubte. Ich kann mich nur an einen Ausflug mit ihm erinnern. Ich denke, ich müsste etwa 10 gewesen sein, als wir mit meiner Großcousine und deren Familie im Europapark waren. Ehrlich gesagt weiß ich von diesem Tag auch nichts mehr, aber es gibt Fotos, auf denen ich zumindest glücklich aussehe. 🙂 Da meine Mutter ein eher ruhiger und zurückhaltender Typ Mensch ist, gibt es auch hier nicht viel zu berichten, wir waren eher weniger eine Familie die viel outdoor unternommen hat, aber wir haben viel Zeit mit der Verwandtschaft 2. Grades verbracht.

Als ich klein war, waren wir somit viel bei meiner Großcousine. Oft ergab sich daraus, das ich bei ihr übernachtet habe und wir bis in die Morgenstunden quatschten. Es gibt ein tolles Video, in dem wir tänzerisch ausflippen. Es war schön, dieses vor 2 Jahren auf der Hochzeit meiner Schwester wieder zu sehen, weil es von ihren Freunden (und zum Teil auch Großcousinen) für einen Teil der Hochzeitsüberraschung genutzt wurde. 🙂 Auch erinnere ich mich an die Besuche bei meinen Großcousinen mütterlicherseits gerne zurück, sie wohnten in einem Haus, zu dem ein großer Garten gehörte und wir verbrachten viel Zeit dort. Da wir aktuell keinen Garten haben, freue ich mich, das heute meine Schwiegerfamilie dort wohnt und unser Junior somit auch in den Genuss eines Gartens Kommt.

Als Kind hatte ich zwar keinen eigenen Garten, aber da wir in der Einliegerwohnung meines Onkels wohnten, konnte ich deren nutzen. Meine Mutter hatte mir ein Planschbecken aufgebaut, ich konnte den Sandkasten meiner Cousins nutzen und mit immer frische Früchte von den Bäumen pflücken. Da ich eher jungenhaft war und gerne auf Bäume kletterte, fiel ich hin und wieder auch tief.^^ Wie viele Familien hatten auch wir und meine Cousins damals ein Stockbett mit Schubfächern. Wir liebten es, diese auszuziehen und dahinter Schläuche aus Decken zu bilden. Irgendwo müsste es auch noch ein Video von unserer „Alle meine Entchen“ Darbietung im JBO Style geben, übrigens weit vor deren Version. 😉 Ob sie uns heimlich beobachtet haben?

Absolut nicht zu vergessen waren auch die Tage an denen ich mit meiner Schwester das „Traumtelefon“ spielte. Wer hatte das auch? War es nicht wunderbar? Sie waren alles sooo hübsch und hatten diese tollen Stimmen! OMG 😀 Auch toll war es mit meiner kleinen Schwester Barbie zu spielen. Das Ganze bestand daraus, den Puppen so viele Kleidungsstücke wie möglich überzuziehen um sie dann bald wieder davon zu befreien. Ihr Lieblingsname für Barbies war BARBARA den sie gerne schrill sagte, während sie die arme Puppe interessant schüttelte.^^ Meine ersten Inline Skates bekam ich von meinen Eltern zum Geburtstag. Was war ich stolz über diese eher teuren Teile mir den leisen Rollen. Ich muss 13 oder 14 gewesen sein und ich habe und nutze sie noch heute. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, die Rollen auszutauschen… Zur selben Zeit verbrachte ich viele Nachmittage mit meiner Schulfreundin auf diversen Mauern und Treppen und beobachtete einfach nur die Welt. Obwohl wir uns täglich in der Schule sahen, hatten wir am Nachmittag immer noch genug zu erzählen. 🙂

Heute kann ich sagen, das ich mir mehr Zeit für Ausflüge mit meinen Eltern gewünscht hätte. Zeit für Kleinigkeiten wie Freibadbesuche, Radtouren… Banalitäten eben. Ich war immer neidisch auf meine Freunde, auch weil diese oft Urlaub am Meer machten, während wir jährlich nach Sizilien zur Verwandtschaft fuhren. Sicher war das auch auf eine Weise schön, aber ich hatte immer den Wunsch, das Meer zu sehen und war dann tatsächlich mit 16 erst das erste Mal dort. Geprägt von meiner Kindheit versuche ich nun für unseren Junior alles so zu gestalten, das er sich an viele schöne Momente erinnern kann. Eigentlich ist es ja auch ganz einfach. 🙂