Mein Leben im Kleiderchaos

By | 26. April 2016

Hatte ich schon mal erwähnt, das ich meine Berufsausbildung im Einzelhandel gemacht habe? Hatte ich auch schon mal gesagt, das es mich nervt, wenn Leute sagen „ach, du bist Verkäuferin?“ Nein bin ich nicht und überhaupt, arbeite ich seit Juniors Geburt auch nicht mehr im Verkauf, aber heeeey ich arbeite. Wow! Entschuldigt bitte, manchmal geht es so mit einem durch und dann muss man sich da kurz reinsteigern. 😀

In meiner Laufbahn habe ich in Abteilungen für Männer oder Abteilungen für Kinder gearbeitet und ich habe es geliebt, täglich Kontakt zu verschiedenen Menschen zu haben. Die meisten waren freundlich und waren froh, da ihnen jemand helfen wollte, andere waren mit dem falschen Fuß aufgestanden, also ab in den Einzelhandel, da wird sich schon jemand zum Dampf ablassen finden. ^^ Manchmal war es also meine kleine Aufgabe, Menschen wieder ihre gute Laune zurück zu bringen. Gut, es war meine ganz eigene, persönliche Aufgabe, Menschen die schlecht gelaunt oder gar aufgebracht ankamen mit deren (und meinem) Lächeln im Gesicht, wieder zu verabschieden. Hat Spaß gemacht – würde ich wieder machen. 🙂

Männer sind beim shoppen eher unkompliziert. Man ermittelt die Größe und sucht diverse Dinge raus, die passen UND passen und schon sind sie glücklich und ich übrigens auch, das mein Geschmack und Know how sich belegt haben. Ich könnte mir dagegen aber gar nicht vorstellen, in einem Geschäft für Damen zu arbeiten. Ok, vorstellen ist übertrieben, aber es wäre nicht mein Favorit. Vielen von uns Frauen der Schöpfung sind doch total kompliziert: Wollen sich mit Größe 40 in eine 36 quetschen, sind unzufrieden, wenn man versucht ihnen zu erklären dass das nicht aussieht und  wollen jedes Teil in allen 13 Farben anprobieren. Am Ende können sie sich trotzdem nicht entscheiden oder fanden alles doof. 😀 Gut, nicht alle sind so… Persönlich hasse ich es mit Frauen einkaufen zu gehen, weil es ewig dauert. Bei mir geht einkaufen so: 5-10 Minuten durch den Laden schlendern (falls er groß ist) meine Größe aussuchen, bezahlen gehen. Ich probieren selten etwas im Laden, Zeit für Warteschlangen möchte ich nicht verschwenden, passt mal was nicht, kann man es ja wieder umtauschen, wenn man eh in die Stadt muss. Sorry Ladies! 😀

Meine Arbeit in der Kinderabteilung hat mir am besten gefallen, alles was schön klein, die einkaufenden Mütter waren recht gelassen und man konnte alles so toll aufbauen. Damals war ich selbst noch nicht Mama… Heute frage ich mich nur eines: Wer hat die Kindergrößennormtabelle erfunden? Damals sagte ich den Leuten „mit 6 sollten sie 110 kaufen“ heute kaufe ich für meinen 5 Jährigen 122 und selbst wenn er den Kids in seinem Alter in der Größe voraus ist, sollte zumindest 116 klar gehen. Also lieber Handel – Größen Überdenken. 😉 Und weil ich nun so viel über Kinderkleidung gesprochen habe, bekomme ich Lust Mini eine Lederjacke zu kaufen. Seine erste sollte er eigentlich von mir bekommen, was ich innerhalb der Familie auch extra kommuniziert hatte, aber ratet mal… Ja, man schenkte ihm trotzdem eine, zur falschen Zeit, sodass er sie im übrigen gar nicht tragen konnte. (zu kalt für die Saison…)

Ich hab die Tage schon ein bisschen gestöbert und finde ein lässiges blassgraues Modell auf Fashion ID total toll. Ich finde ja, das man Kinder nicht unbedingt schon erwachsener kleiden sollte, als sie es sind, bei Lederjacken mache ich jedoch eine Ausnahme. Außerdem bringt das der Beruf mit sich, die KiKo habe ich geliebt und mir würde es Spaß machen, wieder in meinem gelernten Beruf zu arbeiten. 🙂

Wer von euch arbeitet denn aktuell nicht mehr in seinem Ausbildungsberuf?