Ist mein Kind gut betreut?

By | 29. Juni 2013

Die Eltern-Kind-Parade greift vor der Sommerpause ein Thema auf, das ich sehr wichtig finde und zu dem ich auch etwas beitragen möchte: Kinderbetreuung! Junior ist nun 2,5 Jahre alt und wird Ende des Jahres das erste Mal mit Fremdbetreuung in Kontakt kommen, dann, wenn es Zeit ist für den Kindergarten. Bisher hat unser Sohn unsere Abwesenheit nur bei den Großeltern bzw. Tanten und Onkel genossen. Genossen deswegen, weil man es bei der Verwandtschaft doch immer besser hat. Man darf mehr, mehr naschen, länger aufbleiben und es wird schneller nachgegeben als bei Mama und Papa. 😉

Solange unser Kind das trennen kann und weiss, was es bei Oma darf und was Zuhause ist es mir relativ egal, ob sie nach meinen Erziehungsmethoden leben oder nach ihren eigenen. Würde ich etwas als kritisch erachten, oder gefiele mir etwas gar nicht, kann man immer noch sprechen. 😉 Ich kann sagen, dass ich sehr froh bin, unsere Familie in unmittelbarer Nähe zu haben, zum einen ist es immer schön, nicht ganz alleine zu leben aber zum anderen sind sie uns auch eine sehr große Hilfe und unterstützen uns wann immer es nötig ist. Mehr sogar, am liebsten würden sie uns ständig zum Einkaufen schicken, oder zum entspannten Abend zu zweit. „Wollt ihr euch nicht mit Freunden treffen? Wir passen gerne auf den kleinen auf!“ Wir freuen uns, das Junior so viel liebe aus der Familie empfängt und sind wirklich dankbar dafür. Auch wenn es zu unserem Alltag gehört, wissen wir es doch sehr zu schätzen!

Eigentlich wollte ich spätestens 2 Jahre nach der Entbindung wieder arbeiten gehen, doch dann kam alles ganz anders und so habe ich nach 10 Monaten schon wieder gearbeitet. Im Home Office muss ich zwar nicht ausser Haus und kann mir meine Arbeitszeit meist frei einteilen, aber ohne die Familie im Rücken ginge das trotzdem nicht. Somit arbeite ich, wenn der kleine schläft oder eben dann, wenn er bei Oma ist. Krippenplätze gibt es bei uns zwar, doch zum einen wäre ich schon viel zu spät dran gewesen, weil diese sehr begehrt sind und zum anderen sind die Kosten in meinen Augen auch recht hoch. Da wir das Glück haben, Junior zu Oma und Opa geben zu können, haben wir den Vorteil diese Kosten sparen zu können und sind ausserdem nicht an Uhrzeiten gebunden. Der schönen Nebeneffekt ist dabei (Homeoffice, flexible Arbeitszeit) für mich, das ich weiterhin genug Zeit mit dem Kleinen verbringen zu können.

Ich weiss aus dem Freundes und Bekanntenkreis, dass es Leute gibt, die auf einen solchen Platz angewiesen sind, weil sie keine Familie in der Nähe haben und sie mehr oder weniger wieder arbeiten gehen müssen, sei es aus finanziellen Gründen oder weil sie eine Position zu verlieren haben. Gerade in Branchen die sich ständig verändern ist es schwer wieder Fuss zu fassen und kaum möglich 3 Jahre Erziehungsurlaub zu machen. Erst kürzlich erreichte mich der Anruf unserer Zukünftigen Kindergartenleitung, die sich mit einem Rundumschlag noch einmal einen genauen Überblick verschaffen wollte, ob der Wunsch den Kindergartenplatz zu bekommen noch aktuell ist. Abgesehen von einem Jahr, haben ich mein gesamtes Leben in diesem Dorf verbracht und würden wir nur ein Paar Strassen höher gelegen wohnen, wäre Mini sogar in „meinen“ alten Kindergarten gekommen, so kommt er aber in einen, den ich nicht kenne, von dem ich aber über Freunde und Bekannte sehr viel gutes gehört habe.

Mein Gefühl ist gut, alles weitere wird dann die Zeit bringen. Da wir hier abgesehen vom einstündigen Turnen einmal die Woche, keine Kinder zum Spielen haben, freue ich mich schon auf die Zeit, die Junior im Kindergarten verbringen wird. Ich mache mir noch keine Gedanken darüber, ob die Eingewöhnung leicht wird oder schwer, denn das Ganze liegt aktuell noch etwas weiter weg. Tränchen verdrücken können wir immer noch, wenn es dann soweit ist. Der Kindergarten an sich und die Leitung haben einen guten Eindruck hinterlassen, bleibt zu hoffen, dass alles so läuft wie man sich das wünscht. Unser Leben erreicht bald zumindest eine neue Ebene – Unser Kleinkind wird zum Kindergartenkind und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Was ist das erst für ein Gefühl wenn das Kind in die Schule kommt??

2 thoughts on “Ist mein Kind gut betreut?

  1. Sabrina und Babykeks

    Hi,
    das war für uns auch eines der Wichtigsten Kriterien für den KiGA. Das „gute Gefühl“.Ich bin froh, dass bei uns ebenfalls die enge Familie ein Teil der Betreuung übernehmen konnte und Sohnemann sich im KiGa wohl fühlt.
    Mit diesem Wissen lässt es sich „einfacher“ arbeiten gehen. Schöner Artikel… und alles Gute bei der Eingewöhnungsphase…

    Lieben Gruß
    Sabrina

  2. Sebastian

    Bei uns gibt es im Nachbarort einen „Spielkreis“. Dort treffen sich die Kids einmal pro Woche für ein paar Stunden und nach der Eingewöhnung auch ohne Eltern, aber natürlich unter Aufsicht von gelernten Erziehern. Vielleicht gibt es etwas ähnliches bei Dir , dann könntet Ihr beide Euch schonmal in der „Lightvariante“ an die Trennung gewöhnen und Dein „Junior“ lernt ein paar andere Kids kennen – vielleicht trifft er den einen oder anderen danach auch im Kiga. Zoe hat das die Eingewöhnungsphase im Kiga wesentlich erleichtert.

Comments are closed.